Kabir Bedi Fanclub

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Sandokan wird Umweltschützer

Kabir BediPosted by Kabir Bedi Fanclub 07 Aug, 2011 10:13:09

Sandokan wird Umweltschützer: „Wir sollten die Tiger in Frieden lassen"

Kabir Bedi ist in Locarno um über Bollywood zu sprechen. „Auch wenn Sie mich Sandokan, nennen müssen wir die Tiger schützen"
Der Apell ist eclatante. Er der – was das Fernsehen angeht - vor Jahren den Malaysischen Tiger bekämpft hat, kommt heute, 30 Jahre nach diesem Kampf mit der Forderung, dass wir die Tiger in Frieden lassen sollen. „Wir müssen sie schützen, wir haben gerade eintausend davon auf der Welt und wenn sie erschossen werden, wäre das eine große Tragödie. Wir sollten die Tiger mit all unserer Kraft schützen”.

Es ist ein umweltbewusster Sandokan, den wir hier in Locarno treffen. Er ist hier, um über Bollywood zu sprechen. Schwierig, ihn Kabir Bedi zu nennen. Für uns alle bleibt er Sandokan, die Person, die Kabir Bedi zu Ruhm und Geld verholfen, ihm aber auch häufig eine berufliche Grenze gesteckt hat.


„Nennen Sie mich ruhig weiterhin Sandokan, und ich erwidere es stets mit Dankbarkeit, Demut und Freude. Es stört mich nicht. Sandokan war wichtig, denn dadurch haben sich mir viele Möglichkeiten eröffnet. Er hat mir die Türen des westlichen Kinos geöffnet. Anfangs stellte es sich als Problem dar, weil die Produzenten nicht an mich geglaubt haben und an nichts anderes denken konnten als an einen Roman von Sandokan. Dieses Problem habe ich dank meiner Arbeit in den Vereinigten Staaten und in England überwunden”.

Dennoch haben Sie etwa dreißig Bollywoodfilme gemacht. Welche Erinnerung haben Sie an diese Filme?
„Bollywood ist Teil der indischen Tradition. Es trifft nicht zu, dass alle Filme gleich sind. Sicherlich gibt es Übereinstimmungen hinsichtlich Liebe und Action, aber jeder Film hat seine eigene Geschichte. Wer sagt, dass sie voller Lieder sind, dem sei geantwortet, dass auch die Opern voller Gesang sind. Es ist der zweite Film-Markt der Welt, nach Hollywood und gefällt nicht nur in Indien, sondern auch in anderen Ländern wie Pakistan, Bangladesh, Nepal, den arabischen Ländern, und den 25 Millionen von Indern, die in der Welt verstreut sind. Es sind Filme, die aus mit ernsten Themen das Vergnügen streifen.”

Es heißt, dass Schauspieler in Indien wie Götter verehrt werden. Fühlen Sie sich auch als Gott?
„Ich fühle mich nicht wie ein Gott. Für mich ist die Schauspielerei lediglich eine Arbeit, die würdevoll zu machen ist. Es stimmt, dass dieses Phänoman in Indien sehr stark ist. Es gibt in Indien Schauspieler, die nicht einmal rausgehen können. Ich kann das glücklicherweise ruhig, und niemand kommt, um mir das Hemd zu zerreißen. Es beschränkt sich auf einen Händedruck und auf Komplimente. Ich fühle mich nicht überlegen und setze den Brötchenverkäufer von McDonalds mit Brad Pitt auf eine Stufe.

Nur wenige wissen, dass Sandokan, sorry Kabir Bedi, sozial engagiert ist .

„Schauspieler zu sein hat neben den Auftritten auch nützliche Seiten. Es stimmt. Ich habe beschlossen an der Birma-Bewegung teilzunehmen, sympathisiere mit der tibetischen Sache und bin Fan des Dalai Lama und dem Buddhismus der Tibetaner, kümmere mich um den Schutz von Kindern in Problem-Ländern, und ich unterstütze eine von meiner Tochter geschaffenen Stiftung, die Frauen in unterentwickelten Dörfern hilft, ein Handwerk zu erlernen."

Verschiedene Bollywood Regisseure sind schon hierher gekommen, um einen Film im Tessin zu drehen. Was gefällt Ihnen so sehr an unserer Landschaft?
„Bollywood hat die Schweiz schon immer sehr geliebt. Die Ursache liegt darin, dass wir die Berge und Seen von Kashmir nicht mehr nutzen können, daher sind wir in die Schweiz ausgezogen. Ich persönlich bin einige Male in Interlaken, im Jungfrauenjoch gewesen. Der Tessin ist einer der schönsten Regionen und es gibt keinen Grund hier keinen Film zu drehen, wenn die Möglichkeit hierzu besteht. Mir gefällt diese Gegend sehr."

Sie vermitteln den Eindruck von Unbeschwertheit. Anders als Sandokan. Hier kämpfen wir ständig gegen die Zeit. Welches Verhältnis haben Sie zur Zeit?
„Ein inniges. Es ist gut, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass wir diese Zeit haben. Und die Zeit verrinnt. Das Fortschreiten des Alter ist nicht einfach zu akzeptieren. Aber ich glaube, dass die Zeit uns auch dabei hilft etwas zu zum Besseren zu verändern."

Ticionline

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